Rein in die Praxis
19. Juni 2011
Hoch motiviert gingen sie an diese Aufgabe, in der sie im Team Entscheidungen treffen, ihr Wissen einsetzen und selbständig arbeiten mussten. Zwar standen erfahrene Kollegen im Hintergrund bereit, doch entwickelten die jungen Leute den Ehrgeiz, möglichst ohne ihre Hilfe auszukommen. An der „langen Leine“ geführt wurden sie von Industriemechaniker Tobias Hassmann, der seinerseits im letzten Jahr seiner Weiterbildung zum Techniker steht. Als Ausbilder begleitete Peter Steinrötter das Projekt.
Es gab keine „Bauanleitung“ für die zerlegte Maschine, so dass die angehenden Industriemechaniker Kai Altesellmeier und Rene Weßling, Verfahrensmechaniker Tobias Moche, Clemens Hartmann und Lukas Schröerlücke und Elektroniker Andre Hinke und Christoph Jasper sich eigenständig einen Plan zur Installation der Anlage zurechtlegen mussten. Zuvor galt es, alle Teile gründlich zu reinigen und dafür beispielsweise Schnecke und Düse noch weiter auseinanderzunehmen. Eine Möglichkeit zur Optimierung entdeckten die jungen Fachkräfte auch: Die Aufwickelvorrichtung kann zur Einrüstung nun per Knopfdruck bewegt werden. Das spart Muskelkraft und sorgt für mehr Sicherheit an der Maschine. Fazit von Tobias Hassmann: „Das war ein überzeugendes Projekt. Jeder hat seine Stärken einsetzen können und gute Arbeit geleistet.“
Nach dem Aufbau der Anlage wird diese nun von den Verfahrensmechanikern (3. Ausbildungsjahr) betrieben. Sie arbeiten möglichst selbstständig und können hier ihr theoretisches Wissen in die Praxis umsetzen. Verfahrensmechaniker Clemens Hartmann: „An dieser Maschine können wir auch mal was ausprobieren, was an den großen Produktionsanlagen nicht möglich ist.“
Die Auszubildenden unterstützen die Entwicklungsabteilung bei Versuchen zu neuen Kunststoff-Granulaten, Additiven usw. Gemeinsam wird der Versuchsablauf besprochen, anschließend fertigen die Azubis auf der Maschine Musterfolien und führen dabei genau Protokoll. Die Muster werden anschließend im Labor auf die gewünschten Eigenschaften untersucht. Nach erfolgreichen Tests werden auf dieser Grundlage neue Produkte entwickelt.







